Honduras / Islas de la Bahía

Freitag, 13. Januar 2017

Hafen Roatán

Liegezeit: 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Für Roatan haben wir uns schon sehr frühzeitig um einen Ausflug gekümmert. Bereits Ende Juli 2016 hatten wir Kontakt mit Elke Wirth aufgenommen. Elke lebt schon seit vielen Jahren auf Roatan und organisiert individuelle deutschsprachige Tagestouren für kleine Gruppen. Entschieden haben wir uns für die Osttour.

Zuerst geht es vom Hafen ostwärts durch den zweitgrößten Ort der Insel French Harbor zu einer Leguanfarm. Hautnah können wir dort Echsen in Arch's Iguana Farm beobachten bevor es zu einem der schönsten Aussichtspunkte der Insel geht.

In dem Fischerdorf Oak Ridge steigen wir in ein kleines Boot und fahren ca. eine Stunde durch die Mangroven und erfahren dabei etwas über den Nutzen und die Bewohner.

Spannend wird sicherlich auch der Besuch bei den Garifuna im Dorf Punta Gorda an der Nordküste. Die Garifuna sind eine Volksgruppe mit über 100.000 Angehörigen in Zentralamerika und den USA. Sie ging aus einer Verschmelzung von Sklaven westafrikanischer Herkunft mit Kariben hervor. Die Einwohner von Punta Gorda leben hauptsächlich vom Fischfang und dem Tourismus.

Nach einer Mittagspause fahren wir in den Westen der Insel nach West End an einen Naturstrand.

In der Gruppe sind wir insgesamt nur sechs Personen und sicherlich können wir den fünfstündigen Ausflug bei Bedarf noch verlängern.

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Die Insel Roatan liegt 65 km nördlich vor der Küste von Honduras. Sie gehört zu den Isla de Bahias und ist mit 125 km² die größte Insel dieser Gruppe. Und wer entdeckte vor über 500 Jahren diesen paradiesischen Flecken? Genau, der Herr Kolumbus! Roatan ist wie Jamaika oder Belize sehr grün, hügelig und verfügt über Traumstrände, Korallenriffe und Dschungelpfade voller Kolibris, Schmetterlinge, Papageien und Affen.

Vor einigen Jahren entdecken auch die Kreuzfahrtlinien diese schöne Insel, so dass es mittlerweile 2 Liegeplätze gibt: Coxen Hole und Mahagony Bay. Mal schauen, wo die Mein Schiff anlegt.

Um 8:15 Uhr haben wir uns mit Uwa und Anja aus Köln sowie Eva und Bernd aus Berlin an der Rezeption auf Deck 3 verabredet.

Zu Treffpunkt kommt Uwe leider alleine, seine Anja  fühlt sich heute nicht fit.

So machen wir uns nur zu fünft auf den Weg von Bord. An der Pier empfangen uns Musiker mit ihrer landestypischen Musik. Der erste Hafen von Roatan hier in Coxen Hole ist schön übersichtlich. Souveniershops dürfen natürlich nicht fehlen und am Ausgang des Terminals warten Taxifahrer und diverse Touranbieter auf Kundschaft.

Mit dem Hinweis, wir hätten bereits eine Tour gebucht, lässt man uns freundlich weiterziehen und gibt uns Tipps wo wir Elke und Jörg finden werden.

Am Hafenausgang wartet Elke bereits mit dem Schild “Mein Roatan” und kurze Zeit später fährt ihr Mann Jörg mit dem kleinen Bus vor.

Elke und Jörg wohnen jetzt seit 9 Jahren hier auf Roatan und bieten seit einigen Jahren Touren für Kreuzfahrtgäste an. Sie beschränken sich auf deutschsprachige Gäste um den einheimischen Touranbietern nicht das Geschäft zu verderben. So kommt man sich nicht in die Quere und hilft sich gerne untereinander weiter.

Aufmerksam geworden sind wir auf der Internetpräsenz von den Beiden, die wir hier gerne weitergeben > MeinRoatan.

Erstes Ziel ist der Leguanpark in French Harbor. Angefangen hat es mit der Pflege von ein paar verletzten Tieren, inzwischen laufen einige hundert Leguane durch den Park. Wir sind die erste Gruppe vor Ort und haben genügend Zeit um die Tiere zu beobachten. Wir bekommen ein paar große, grüne Blätter zur Fütterung der Tiere gereicht. Sofort kommen die grünen und orangen Leguane in jeder Größe auf uns zugerannt und freuen sich auf das erste Frühstück an diesem Tag. Noch ist es hier ruhig doch zwanzig Minuten später treffen die ersten TUI-Busse ein und weiteres Grünfutter wird verteilt. Angst haben die Tiere nicht vor den vielen Zweibeinern.

In einer Voliere werden ein paar Papageien gehalten und in zwei Käfigen sitzen je ein Spidermonkey und ein Weißgesichtsaffe. Eintritt kostet 10 US-Dollar pro Person (Stand: Januar 2017).

Wir fahren weiter in Richtung Osten der Insel, der touristisch nicht ganz so weit erschlossen ist wie der westliche Teil Roatans. Beim Halt am schönsten Aussichtspunkt der Insel haben wir tollen Blick auf die Nordküste.

Im kleinen, idyllischen Fischerdorf Oak Ridge waret Captain Alex mit seiner “Trust me” auf uns. Mit seinem typischen Langboot beginnen wir hier eine Fahrt durch den Ort und die nahen Mangroven. Viele der alten Häuser in Oak Ridge sind direkt am Ufer oder auf Pfählen im Wasser erbaut und nur mit dem Boot erreichbar. Auch hier liegen arm und etwas reicher dicht nebeneinander. Sogar ein kleines Hotel gibt es hier zum Ausspannen. Bei der Fahrt durch kleine Kanäle erklärt uns Elke die Vielfalt und den Nutzen der Mangroven für die Umwelt und deren bewohner. Die Mangroven fangen zum Beispiel als Schutzgürtel bei Sturm bis zu 70% der Energie der Wellen ab. Trotzdem wird immer wieder Mangrovenwald weltweit vernichtet um weitere Grundstücke direkt am Wasser mit Strand zu erhalten. Wer will schon ein Grundstück mit Mangroven? So geht ein wichtiger Bestandteil zum Schutz der Küsten unwiderruflich verloren.

Auf der Rückfahrt legen wir am Steg der Bar “Hole in the wand” an. Ein Insidertipp in ungewöhnlicher Lage der nur auf dem Wasserweg erreichbar ist. Wir lassen uns ein einheimisches Bier schmecken und genießen den sonnigen Platz am Wasser. Auf Vorbestellung richtet der nette Wirt auch ein Buffet oder Barbeque aus. Vielleicht was für die nächste Weihnachtsfeier wenn der Chef die Anreise bezahlt.

Wir müssen aber bald weiter, denn Jörg wartet ja noch in Oak Ridge auf uns.

Die einzige Straße hier im Ostteil Roatans ist gut befahrbar und nach wenigen Minuten erreichen wir das Dorf “Punta Gorda”. Die hier wohnenden Garifuna leben hauptsächlich vom Fischfang und vom Tourismus. An einer kleinen Bar machen wir einen Stopp und Jörg besorgt wir uns eien Kräuterschnaps der Einheimischen. Wie viele unterschiedliche Kräuter er enthält ist je nach Erzeuger unterschiedlich, zwischen zwanzig und dreißig sollen es wohl sein. Uns schmeckt er jedenfalls ganz gut.

Hier in den östlichen Teil verfahren sich die größeren Ausflugsgruppen von den Krauzfahrtschiffen noch nicht. In Oak Ridge haben wir zwei kleinere Gruppen wie unsere getroffen und hier in Punta Gorda gar keine.

Jetzt müssen wir wieder zurück in den westlichen und wesentlich tourist Teil Roatans Auf dem Weg dürfen wir einen Blick in das Haus von Elke und Jörg werfen. Sie haben sich einen schönen Platz für ihr kleines Häuschen ausgesucht. In West End ist dann doch wesentlich mehr los. Hier gibt es alles was der “normale” Urlaubsgast erwartet. Giftshops, Bars und natürlich Liegen unter Sonnenschirmen am Strand mit blauem Wasser und Palmen.

Wir fahren mit einem Wassertaxi rüber zum West Baystrand. Ich erlaube mir ein kurzes Bad im warmen Wasser während Elke, Eva, Anja, Bernd und Uwe in der Bar auf mich warten. Danke nochmal für euer Verständnis!!

Jörg ist in der Zwischenzeit mit dem Auto über die schlechte Straße hierher gekommen und um viertel vor vier machen wir uns auf den Weg zurürück zum Schiff. Noch ein kurzer Halt an einem Aussichtspunkt mit Blick auf das Schiff und um 16:15 Uhr sind wir wieder am Hafen angelangt. Jetzt darf Jörg auch bis an das Terminal vorfahren, morgens ist das nur den Bussen der TUI-Ausflüge gestattet.

Ein schöner Tag geht zu Ende und wir verabschieden uns herzlich von Elke und Jörg und wünschen den Beiden für die Zukunft alles Gute.

Und natürlich viele weitere Gäste. Wir jedenfalls können den “individuellen” Ausflug auf alle Fälle weiter empfehlen. Bereits im Vorfeld hat die Abstimmung über Email bestens geklappt und auch vor Ort war alles wie gewünscht.

Leguanpark


3. Tag auf See von Roatán nach Puerto Limón >>