Catania

Samstag, 17. Oktober 2015

Liegezeit: 8:00 bis 18:00 Uhr im Hafen von Catania

Wir waren in der Vergangenheit zwar schon zweimal für jeweils 14 Tage auf Sizilien, die zweitgrößte Stadt Catania nach Palermo hatten wir dabei aber nicht besucht.

Wir waren damals schon auf dem Ätna direkt an den Lavaströmen, in der mit am schönsten Stadt Taormina, Siracusa, Ragusa, Noto und vielen anderen Orten und Sehenswürdigkeiten.


So nutzen wir bei diesem Stopp der Mein Schiff 3 die Gelegenheit, eine der spätbarocken Städte auf der Insel Sizilien zu besuchen. Catania liegt an der Ostküste Siziliens und nicht weit entfernt vom größten und aktivsten Vulkan Europas, dem Ätna. Im Jahr 2002 wurde Catania von der Unesco zum UNESCO-Welterbe erklärt.

So wollen wir gemütlich durch die Stadt bummeln und keine langen Ausflüge machen. Mit dem Frühstück im Atlantik brauchen wir uns daher nicht zu beeilen, auch für einen Cappucccino in der X-Lounge ist noch Zeit.

Aber zuerst beobachten wir das Einlaufen und Anlegen im stadtnahen Hafen von Catania. Im Hintergrund erhebt sich der Ätna. Mit über 3.000 m Höhe schon beeindruckend.

Gegen 10:00 Uhr gehen wir von Bord und machen uns auf dem Weg zum Domplatz (Piazza del Duomo) mit der barocken Kathedrale Doumo di Catania und der Kirche Sant’ Agata. 

Am Schiff gewöhnt sich eine Gruppe an die E-Bikes bevor es auf die Tour in die Stadt geht.

Der Hafen liegt sehr zentral und so sind es nur ein paar hundert Meter ins Zentrum der Stadt. Auf kleinen Fischerbooten wird gerade der Fang der letzten Nacht sortiert.

Am Ausgang des Hafens warten schon die "Werber" für die Bustouren. Wir haben aber wenig Interesse an den hop-on-hop-off-Bussen.

Am Wahrzeichen der Stadt Catania, dem Elefantenbrunnen (Liotro), ist noch nicht so viel los. Es ist Samstag und die Einheimischen sind noch nicht so früh unterwegs.

Im Gegensatz dazu herrscht auf dem Fischmarkt "La Pescheria" reger Betrieb. Viele Händler bieten hier ihren frischen Fang an.  "Le Pescheria" soll einer der schönsten Fischmärkte Süditaliens sein.  Zwischen den kleinen Ständen ist ein lautes Feilschen und Handeln für Fische in allen Größen, Muscheln und sonstiges Meeresgetier im Gang. Es ist ordentlich was los, im Gegensatz zu den Fischmärkten die ich am Amazonas gesehen habe allerdings nur ein Kindergarten. Trotzdem, ein Besuch des von montags bis samstags von 6:00 bis 12:00 Uhr geöffneten Marktes lohnt unbedingt. 

Ein Stück weiter werden Gemüse, Obst und auch viele Maronen angeboten. Die nächsten Stände zieren sich mit abgezogenen, ausgenommen und aufgehängten Lämmern und Ziegen. Nichts für zart besaitete Menschen. 

An der Fontana dell'Elefante sind jetzt schon mehr Einheimische und Touristen anzutreffen. Der aus schwarzem Lavastein geschaffene Elefant trägt einen kleinen ägyptischen Obelisken auf dem Rücken.  Wir schlendern vom Rathaus die bekannteste Straße der Stadt mit vielen barocken Bauwerken und Palästen, die Via Etnea, entlang. Sie zieht sich 3 km lang vom Domplatz in Richtung Ätna, daher der Name.

Obwohl Catania wiederholt durch Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüchen und Erdbeben heimgesucht wurde, sind viele historische Gebäude bis heute erhalten.  Die charakteristische Bauweise aus überwiegend schwarzem Lavastein ist allerdings manchmal sehr bedrückend. Durch die Seitenstraßen kommen wir unter anderem auch am Teatro Romana vorbei. Da wir aber auf der Reise schon einige alte Stätten besichtigt haben verzichten wir auf einen Besuch.

Ein paar Straßen und Ecken weiter erreichen wir das nördliche Ende der  Via Etnea. Hier befindet sich die moderne Piazza Stesicoro mit den umzäunten Überresten des Anfiteatro Romana aus dem 3. Jahrhundert und einem Denkmal von Vincenzo Bellini. Der bekannte Komponist wurde hier in Catania geboren. Wir bewegen uns jetzt die Fußgängerzone wieder in südliche Richtung und trinken im bekannten Café Prestipino  einen Cappuccino.

Nach der kleinen Pause werfen wir einen Blick in den Dom, die Cattedrale di Sant' Agate. Sie entstand von 1078 bis 1093 unter den Normannen. Vom Originalgebäude sind allerdings nur noch zwei Türme und die Apsis erhalten. 

In der gegenüberliegenden Kirche Chiesa della Badia di Sant'Agata besteigen wir für 3,-- Euro/Person den Turm. Zuerst geht es eine ca. 80 cm breite Treppe hinauf, zur Kuppel wird die Wendeltreppen dann eng. Gegenverkehr sollte jetzt besser nicht von oben kommen.

Von oben haben wir einen tollen Blick über die Dächer der Stadt bis zum Ätna und auf der anderen Seite bis zum Hafen mit der Mein Schiff 3.

Als wir wieder runterkommen wird die Kirche bis 17:00 Uhr geschlossen. Glück gehabt! 

Jetzt wollen wir noch ein Eis essen. Auf dem Weg zurück zum Hafen werden wir in der Via Vittorio Emanuele fündig. In der Gelateria gibt es für 2,-- Euro eine ordentliche Portion. 

Nach fast 4 Stunden sind wir wieder zurück am Hafen und können auf unserem Balkon noch die Sonne genießen.

Dann müssen wir leider unsere Koffer packen.

Abends gehen wir noch einmal ins Gosch-Restaurant. Vorweg einen Blattsalat mit Krabben, Hauptgang Krabben auf Vollkornbrot mit Spiegelei. Als Dessert die bekannte Cremé Brullee


.....nach Valletta und Rückflug nach Hannover >>